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Klosterkirche
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Typisch norddeutsche Backsteingotik kennzeichnet, wie das Rühner Kloster, auch die Kirche. 1292 wurde die Kirche durch einen Brand fast völlig zerstört und danach wieder neu errichtet. In der Gemeindekirche wurde am Ostermontag 1999 die restaurierte Kirchenorgel wieder eingeweiht.
Das Gebäude wird durch die Kirchgemeinde als Gemeindekirche genutzt, in der zu den Feiertagen und zu besonderen Anlässen Gottesdienste gehalten werden. Zur Kirchgemeinde gehören die Dörfer Qualitz, Rühn, Baumgarten, Laase, Zernin, Warnow und Eickelberg.
Pastorin: Frau Helga Müller 18246 Baumgarten Tel. 038 462 - 22 223 Fax: 038 462 - 33 967
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Der Kirchenbau
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Die Klosterkirche wurde 1270 fertiggestellt. Der einschiffige ungeteilte Krichenraum ist mit 45 Metern ungewöhnlich lang. Er hat eine Flachdecke und einen geraden Chorabschluß.
Der quadratische Glockenturm ist erst im 16. Jahrhundert an die südwestliche Ecke angebaut worden. Noch nicht erforscht ist, ob es ursprünglich einen Glockenträger gab, denn "richtige" Türme waren dem Orden verboten. Eine der Glocken stammt jedoch noch aus dem Mittelalter.
Das äußere Bild der Kirche bestimmen die eng gedrängten Dreifaltigkeitsfenster im Westgiebel. Diese Fenstergruppe reichte ursprünglich bis auf Kopfhöhe herab. Sie wurde mit dem nachträglichen Einbau des Westportals etwa um 1280/1290 um 11 Lagen vermauert. Dieses Portal ist der heutige Haupteingang.
Über Jahrhunderte bestand die 25 m lange Nonnenempore im Kirchenschiff. Davon zeugen die zwei übereinander laufenden Fensterreihen an der Nordseite. In diesem Zusammenhang wurde um 1300 auch der nördliche Kreuzgang aufgestockt, über den die Nonnen vom Dormitorium aus im Obergeschoss des Klosters direkt auf die Nonnenempore gelangten.
Diesen Teil der Klosterkirche - die "Winterkirche" - soll in einem gemeinsamen Projekt von Kirchgemeide, Klosterverein Rühn und der Gemeinde Rühn vor dem Verfall bewahrt und rekonstruiert werden.
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Die Kunstschätze
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Der Altar-Aufsatz von 1578 trägt den Charakter flandrischer Kunst zur Zeit der Renaissance. Im Mittelbild des Tryptichons wird die Feier es heiligen Abendmahles dargestellt. Auf den Flügelseiten sind Herzog Urlich und seine Gemalin Herzogin Elisabeth abgebildet. Das Gemälde könnte ein Werk des niederländischen Meisters C. Crommeny sein. Es wurde 1931 restauriert.
Die Fürstenempore ist ein Werk der Renaissance mit aufwendigen Schnitzereien und originalen Glasfenstern.
Die Empore über der Sakristei stammt von 1862. Die Wappen von Ulrich und Elisabeth sind vermutlich der gegenüberliegenden Fürstenempore entnommen.
Die Kanzel ist wie der Altar-Aufsatz ebenfalls Ende des 16. Jahrhunderts hergestellt worden.
Der Prunkepitaph, ein Grabmahl für die Herzogin Sophie Agnes (geboren 1625, gestorben 1694) ist durch den üppigen Barockstil gekennzeichnet.
Die Orgel war 1890 von Friedrich Friese gebaut, der Prospekt nach Entwürfen von Baurat Möckel. Nach der Sanierung konnte die Orgel 1999 wieder eingeweiht werden.
Der Taufstein ist in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Sandstein gefertigt worden
Die Grabsteine sind um 1900 in der Kirche aufgestellt worden. Die Darstellung des Pastors Stephanus Richardi von 1605 ist besonders gut ausgeführt. Weitere Grabsteine stammen aus dem 14. bis 18. Jahrhundert, wie z.B. der Doppelgrabstein mit figürlicher Ritzzeichnung des Ritters Berthold Maltzan und seiner Frau Adelheit von 1382.
Das Wandgemälde von 1905 stellt Jesus und die Jünger am See dar.
Gemälde "Christus zeigt die Wundmale ostentatio vulnerum" (1618), "Das Urteil des Salomo", ein gemaltes Epitaph mit der Domina Ursula aus Ribnitz, Herzogin und letzter Äbtissin vom Klarissinnenkloster (1586).
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