Kloster

Restaurierung nur mit öffentlicher Hilfe möglich

Ohne die Unterstützung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER), das Programm LEADER, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und anderer Stiftungen und kleiner und großer Geldspender wären die bisherigen Restaurierungs- und Erhaltungsmaßnahmen nicht möglich gewesen:

2009

Dach- und Dachstuhlsanierung von Ostfügel und Südflügel: Gesamtkosten 220.195,79€ davon ELER und Land: 60,000,00€

2010

Dachsanierung Südflügelostteil: Gesamtkosten 80.000,07€, davon ELER und Land: 40.000,00€

2011

Dachsanierung der Südflügelnordseite und Sockelmauerwerkssanierung im Klosterhof: Gesamtkosten 60.002,93€, davon ELER und Land: 30.000,00€

2013

Dachsanierung des Wirtschaftsgebäudes: Gesamtkosten 202.600,30€, davon ELER und Land: 62.600,00€

2014

Fassadensanierung am Südflügelostteil: Gesamtkosten 68.000,00€, davon ELER und Land: 34.000,00€

2016/2017

Fassadensanierung an der Klosterostseite und der Südflügel-Parkseite und dem  Wirtschaftsgebäude: Gesamtkosten 297.005,95 €, davon ELER und Land: 224.621,85€

2018/2019

Fassadensanierung am Südflügelwestteil (Westseite) und Mauerwerkssanierung an der Klosterhofseite: Gesamtkosten: 188.542,25€, davon ELER und Land: 142.184,83€

Gewerbeflächen zu verpachten

Der Klosterverein sucht weitere Pächter, die im Kloster eigene Produkte herstellen wollen. Für eine erfolgreiche Vermarktung gibt es die Wort/Bildmarke "Kloster Rühn" (siehe Bild). Melden Sie sich bei uns info@klosterverein.de

Das Kloster Rühn wurde im Jahr 1232 gegründet. Bis zur Reformation war es Kloster, danach Damenstift, Verwaltungssitz, Wohngebäude privater Besitzer, Hotel-Pension, Erholungsheim und Jugendwerkhof. In der jüngsten Vergangenheit drohte allerdings das Ende dieser langen Geschichte: Die Gebäude standen leer, die Besitzer wechselten, und die Bauten begannen zu verfallen. 2005 wurde dann von 12 Gründungsmitgliedern der gemeinnützige Klosterverein ins Leben gerufen. Drei Jahre später kaufte er das Gebäudeensemble. Das ist Deutschlandweit wohl einmalig, dass ein gemeinnütziger, ausschließlich ehrenamtlich arbeitender Verein Eigentümer einer solchen Anlage ist.

Möglich war der Kauf nur dank großzügiger privater Spender aus der Region, denen wichtig war, dass die Klostergebäude und das Grundstück nicht Opfer von Spekulanten wurden.

Inzwischen werden einige Gebäudeteile wieder täglich genutzt: Die Klosterschänke ist verpachtet, in einer Ölmühle werden hochwertige Bio-Speiseöle und Antipasti produziert, ein Klosterladen hat geöffnet. Darüber hinaus bietet ein Tischler in seiner MitMachManufaktur "Selbermachkurse" für kunsthandwerkliche Produkte an und eine Grafikerin hat im Kloster ihr Atelier eingerichtet.

Der Verein bietet mehrmals pro Woche Führungen durch die Klosteranlage und die Kirche an (nach Anmeldung) und plant die Einrichtung eines Museums zur Klostergeschichte.

Kloster Rühn war Jahrhunderte lang ein Ort der Stille und der Andacht. Das soll so bleiben. Klöster waren jedoch seit jeher nicht nur religiöse Zentren. Sie stellten eigene Produkte her: Nahrungs- und Genussmittel, Handwerksprodukte, Medizin. Mönche und Nonnen schafften Wissen, sie kopierten und schrieben Bücher, forschten und lehrten. Sie halfen Kranken, und sie beherbergten Reisende. Kloster Rühn soll sein: Ein Ort, an dem die Besucher sehen, wie mit liebevoller Handarbeit Kunst und Alltagsgegenstände entstehen. Ein Ort, an dem die Gäste erleben können, wie regionale, gesunde, heilsame und ökologisch nachhaltig hergestellte Nahrungsmittel verarbeitet werden. Mit dieser, für Gäste nachvollziehbaren Herstellung, hoffen wir auf Synergieeffekte: Besucher kommen, weil sie etwas erleben wollen, aber sie können auch erwerben und konsumieren. Wir meinen: immer mehr Menschen wollen wissen, „wo kommt es her und wie entsteht, was ich kaufe, esse, trinke.“

Kloster Rühn soll nicht nur Besucher aus aller Herren Länder anziehen, sondern auch Treffpunkt für Einheimische sein. Ein Ort, der so wieder zu einem Herzen der Region wird – kulturell, geistlich und wirtschaftlich – und damit einem der klösterlichen Grundgedanken nahe kommt – das ist unser Traum.